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Beim TV Oppenweiler ist der Wurm drin:
Auch bei Kellerkind Heddesheim keine Punkte

07.12.2014     Backnanger Kreiszeitung

Der TV Oppenweiler kommt nicht mehr in die Gänge, hat zum dritten Mal in Folge verloren. Das 26:27 bei der SG Heddesheim war eine bittere Enttäuschung, standen die Nordbadener vor dem Spiel doch auf dem letzten Platz. Doch beim TVO ist derzeit einfach der Wurm drin.

Am mangelnden Willen lag es nicht, Oppenweilers Handballer kämpften, taten, versuchten, nur wollte zu vieles nicht gelingen. Das Hauptmanko in der Anfangsphase: Die ungenügende Chancenverwertung. Pfosten, Latte sowie der gute SG-Keeper Marc Kolander standen im Weg.

Der TVO benötigte geschlagene 13 Minuten bis zum ersten Feldtor. Weil es allerdings bis dahin drei Siebenmeter gegeben hatte und Jonas Frank diese allesamt sicher verwandelte, hielt sich der Rückstand – anders als zuletzt – noch in Grenzen. Mit der Einwechslung des zuletzt verletzt fehlenden Sebastian Forch auf Linksaußen kam dann auch deutlich mehr Torgefahr ins Spiel. Er führte seine Mannschaft heran. Beim 7:7 (23. Minute) war der Ausgleich hergestellt.

Eine Schwächephase später stand es aber schon wieder 7:10 aus Sicht der Gäste. Dann verteidigte der TVO besser, ließ kaum noch etwas zu und kam in der Schlussminute durch ein Kontertor von Sebastian Forch zum erneuten Ausgleich. Ärgerlich wiederum, dass Ex-TVO-Spieler Robin Matschke vor der Pause noch ein spektakuläres Tor zum 12:11 gelang.

Nach Wiederanpfiff agierte Oppenweiler besser, erzielte fünf Treffer in Serie. Aus einem 11:14-Rückstand wurde eine 16:14-Führung. In dieser Phase hätten die Sturmfederhandballer sich weiter absetzen können. Aber sie leisteten sich vergebene Großchancen und die Abwehrarbeit, eigentlich gut, wurde unverhältnismäßig mit Hinausstellungen bestraft. Insgesamt acht Zeitstrafen bekam die Gastmannschaft aufgebrummt, das war des Guten eindeutig zu viel.

All das miteinander sorgte dafür, dass die Partie eng blieb. Oppenweiler kämpfte viel in Unterzahl und bekam den einen oder anderen unnötigen Gegentreffer. Trainer Volker Blumenschein wechselte Torwart Thomas Fink gegen Stefan Merzbacher, beide blieben glücklos. Mehrfach konnte der TVO noch einen Ein-Tore-Vorsprung erzielen, doch die Heddesheimer blieben dran. Als ausgerechnet der zuvor so zielsichere Siebenmeterschütze Frank im achten Anlauf an die Latte warf, wendete sich das Blatt, Heddesheim übernahm die Führung. In der Folge wurde kein Gleichstand ausgelassen. Bis in die Schlussminute. Da traf erst Benjamin Röhrle zum 26:26, dann Kevin Senn zum 27:26 für Heddesheim.

In diesem Moment war klar: Für Oppenweiler lag nur noch ein Remis drin. Tobias Hold übernahm Verantwortung, er traf aber nur den Pfosten. Der Ball kam zu Alexander Ruck, der nervenstark zum Ausgleich verwandelte – dachten alle. Irrtum. Die Schiedsrichter hatten ein vermeintliches Foul an Hold gesehen, pfiffen auf die Vorteilsregelung und setzten das Spiel mit einem letzten direkten Freiwurf fort. Eine ganz bittere Pille, denn dieser Freiwurf landete im Block und nun waren sogar beide Punkte weg.



Stemmte sich gegen die Niederlage: Sebastian Forch.

Foto: A. Hornauer


SG Heddesheim - TV Oppenweiler
Sonntag, 7. Dezember (16.45 Uhr), Nordbadenhalle Heddesheim
27:26
SG Heddesheim: Marc Kolander, Cedric Ehret; Martin Geiger, Nikola Pugar, Philipp Badent (1), Sebastian Wingendorf (1), Giuseppe Capizzi, Kevin Senn (6), Marc Dubois, Christian Buse (7/3), Paschalis Pitschos (2), Robin Matschke (2), Martin Doll (4/1), Gianluca Pauli (4). - Trainer: Benjamin Weber.
TV Oppenweiler: Thomas Fink, Stefan Merzbacher; Sebastian Forch (6), Florian Frank, Jonas Frank (8/7), Tobias Hold (3), Petros Kandilas (1), Kevin Matschke (n.e.), Philipp Maurer, Benjamin Röhrle (4), Sascha Röhrle, Alexander Ruck (1), Ruben Sigle, Daniel Zieker (3). - Trainer: Volker Blumenschein.
Schiedsrichter: Roland Brodbeck (Bötzingen) und Achim Dumkow (Freiburg).
Zuschauer: 300.
Siebenmeter: 3/4 : 7/8 (Doll scheitert an Merzbacher - J. Frank wirft an die Latte).
Zeitstrafen: 8:16 Minuten (Wingendorf/dreimal, Pauli - Kandilas/zweimal, Zieker/zweimal, J. Frank, Hold, B. Röhrle, S. Röhrle).
Disqualifikation: Wingendorf (53./dritte Hinausstellung).
Spielfilm: 7:4, 10:8, 12:11 - 14:16, 18:20, 23:24, 27:26.


Volker Blumenschein: »In der ersten Halbzeit haben wir sehr viele einfache Tore ausgelassen. Man hat gesehen, die Mannschaft wollte, wirkte irgendwie aber verkrampft. In der zweiten Halbzeit waren wir zwei Tore vorne, haben ausgerechnet dann zwei Konter ausgelassen. Da hätten wir mal drei, vier Treffer davonziehen müssen. Insgesamt haben wir in Durchgang zwei auch zu wenig Torwartparaden gehabt. In Summe zeigen wir derzeit zu viele Schwächen, und daran wird deutlich, in welch tiefem Tal wir derzeit stecken.«

Benjamin Weber: »Das war ganz großes Kino. Jeder unserer Spieler hat eine überragende Leistung gezeigt. Und dann haben wir natürlich teilweise auch riesiges Glück gehabt.«

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