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Starker Pfullinger, doch der TVO ist noch besser:
31:28-Heimsieg im Spitzenspiel für Oppenweiler

03.10.2014     Backnanger Kreiszeitung

Das war ein echtes Spitzenspiel und der TV Oppenweiler ist mit 8:0 Punkten nun alleiniger Tabellenführer in der Baden-Württemberg-Oberliga. Aufgrund einer tollen und auf allen Positionen konstanten Leistung setzten sich die Grün-Weißen vor 700 Zuschauer nämlich mit 31:28 gegen den ebenfalls klasse spielenden VfL Pfullingen durch.

Die Partie war intensiv und vom ersten Moment an heiß umkämpft. Oppenweiler erwischte den besseren Start, ging bis zur elften Minute mit 7:4 in Führung. Immer wieder warteten die Gastgeber geduldig auf ihre Torchancen. Die Verteidiger der Gastmannschaft mussten einige Male zu Fouls greifen, bekamen dafür Siebenmeter gegen sich zugesprochen. Die verwandelte Oppenweilers Jonas Frank sicher. Seine Quote nach 60 Minuten: Acht Würfe, acht Tore, super. Auch Tobias Hold strahlte viel Torgefahr aus.

In der Defensive hatte Oppenweiler bei Anspielen an den Kreis Probleme, da klingelte es zu oft. Pfullingen glich zum 9:9 aus, ging in der Folge einige Male in Führung, aber nie mit mehr als einem Tor. Zwei-, dreimal rettete Tobias Barthold im TVO-Kasten im richtigen Moment. Zwischen der 20. und der 29. Minute kassierte er keinen Gegentreffer. Der TVO setzte sich, auch aufgrund schöner Tore von Sebastian Forch, auf 15:12 ab. Doch Pfullingen zeigte, warum es ein Aufstiegskandidat ist. Zwei Tore in den letzten 60 Sekunden von Halbzeit eins, schon war zur Pause wieder alles offen, nur noch 14:15.

Nach Wiederanpfiff rückten die Keeper in den Fokus. Pfullingens Simon Tölke hielt klasse, Barthold auch. Minutenlang fielen kaum noch Treffer. Der VfL fing sich schneller, ging mit 16:15 in Führung. Allerdings: Zum letzten Mal im ganzen Spiel. Denn nach rund 40 Minuten übernahm der TVO das Kommando. Frank und Forch trafen in Unterzahl zum 20:18 – das war enorm beflügelnd. Oppenweiler verteidigte nun defensiver als in Halbzeit eins, das machte sich positiv bemerkbar, denn Pfullingen tat sich damit schwer, traf wenig aus Reihe zwei.

Die Sturmfederhandballer legten nach und führten nach 45 Minuten 24:20. In dieser Phase hätte die Partie eine Vorentscheidung nehmen können, doch der TVO vergab ein paar Großchancen. Und Pfullingens Bester, Florian Möck, hielt sein Team mit Einzelaktionen im Spiel. Beim 22:24 war der VfL wieder in Schlagdistanz. Oppenweiler hatte jedoch die besseren Ideen. Ein Kempatrick in Unterzahl brachte das 25:22 durch Hold, und derselbe Akteur legte einen drauf.

Gästetrainer Till Fernow reagierte mit doppelter Manndeckung gegen Hold und Frank. Doch Oppenweilers Handballer blieben unheimlich diszipliniert, gaben kaum einen Ball her. Und Petros Kandilas kamen die Lücken im Vier-gegen-Vier gerade recht. Er schlängelte sich durch, traf zum 29:26. Das war vier Minuten vor dem Ende die halbe Miete und das 30:26 durch Philipp Maurer die Entscheidung. Logische Folge: Riesenjubel. Die Treffer durch Marc Breckel zum 28:31 waren für die Statistik. Fazit: Die Pfullinger hatten ein klasse Spiel abgeliefert, aber Oppenweiler war noch einmal einen Tick besser.



Spielte groß auf: Tobias Hold.

Foto: A. Becher


TV Oppenweiler - VfL Pfullingen
Freitag, 3. Oktober (17 Uhr), Gemeindehalle Oppenweiler
31:28
TV Oppenweiler: Tobias Barthold, Thomas Fink; Sebastian Forch (5), Jonas Frank (11/8), Tobias Hold (8), Petros Kandilas (2), Kevin Matschke (n.e.), Philipp Maurer (3), Benjamin Röhrle (1), Sascha Röhrle, Ruben Sigle (1), Simon Geist, Tobias Pecoroni (n.e.), Daniel Zieker (n.e.). - Trainer: Volker Blumenschein.
VfL Pfullingen: Simon Tölke, Daniel Schlipphak; Timo Wolf (1), Marc Breckel (6), Robin Keupp, Moritz Hipp, Micha Thiemann (3), Florian Möck (6), Jonas Friedrich (1), Felix Klingler (6), Maximilian Hertwig, Nico Hiller (1), Lukas List (4/2). - Trainer: Till Fernow.
Schiedsrichter: Christian Gebele (Kenzingen) und Timo Widmann (Freiburg).
Zuschauer: 700.
Siebenmeter: 8/9 : 2/3 (Maurer scheitert an Tölke - List scheitert an Fink).
Zeitstrafen: 12:8 Minuten (S. Röhrle/zweimal, Sigle/zweimal, Hold, Kandilas - Breckel, Keupp, Hiller, List).
Spielfilm: 7:4, 9:10, 15:12, 15:14 - 18:18, 26:22, 28:26, 31:26, 31:28.


Volker Blumenschein: »Heute haben nicht nur wir gewonnen, sondern auch die Zuschauer, die ein klasse Spiel gesehen haben. Es war alles drin, die Schiedsrichter haben in dieser umkämpften Partie die Übersicht behalten, eine gute Leistung. In Halbzeit eins haben wir schon vieles richtig gemacht, aber noch zu viele Tore über den Kreis bekommen. In der zweiten Halbzeit haben wir das in den Griff bekommen. Je defensiver wir standen, umso mehr Bälle haben wir erobert. Die Torhüter waren klasse, Simon Tölke hat den VfL in der zweiten Halbzeit im Spiel gehalten. Tobias Barthold hat auch klasse gehalten. Sehr wichtig für uns war die Stimmung in der Halle. Es war brutal, was unten auf dem Spielfeld angekommen ist. Die Zuschauer haben uns unglaublich gepusht.«

Till Fernow: »Ich finde, beide Mannschaften hätten den Sieg verdient gehabt. Es war ein extrem hochklassiges Spiel auf Drittliga-Niveau. Am Ende haben Kleinigkeiten entschieden. Ärgerlich für uns war, dass wir uns vier Tore in Überzahl eingefangen haben.«

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